Die Frage ist nicht, ob Windenergie grundsätzlich sinnvoll ist. Die Frage ist, ob dieser konkrete Waldstandort im Flechtinger Höhenzug notwendig, verhältnismäßig und gut begründet ist.
Für Altenhausen und Emden war dieser Bereich bislang nicht als Windvorrangfläche vorgesehen. Gerade deshalb braucht es eine überzeugende Antwort, warum nun ausgerechnet hier ein Windpark entstehen soll.
Wir fordern eine klare Erklärung, warum dieser Waldstandort ausgewählt wurde.
Repowering und weniger konfliktträchtige Flächen müssen ernsthaft verglichen werden.
Finanzielle Beteiligung ist kein Freibrief für Eingriffe in Wald, Landschaft und Lebensqualität.
Bei 15 Anlagen mit je etwa 7 MW Leistung ergibt sich eine installierte Gesamtleistung von rund 105 MW. Bei mindestens 5.500 € je MW und Jahr läge die Mindestbeteiligung rechnerisch bei rund 577.500 € pro Jahr für die anspruchsberechtigten Gemeinden insgesamt. Die Verteilung hängt vom jeweiligen Flächenanteil im Umkreis des Windparks ab.
Diese überschlägige Rechnung ersetzt nicht die konkrete Prüfung und Verteilung. Vor allem ersetzt Geld keine Abwägung von Wald, Landschaft, Artenvielfalt und Wohnumfeld.
Der öffentliche EnergieMonitor von Avacon zeigt tagesaktuell, wie viel Strom in der Verbandsgemeinde Flechtingen regional erzeugt, vor Ort verbraucht und in das Netz eingespeist wird.
Die beigefügte Momentaufnahme zeigt für den dargestellten Zeitraum eine Erzeugung von 12.461 kWh bei einem regionalen Verbrauch von 2.323 kWh. Angezeigt werden außerdem 10.138 kWh Netzeinspeisung und ein Verhältnis von 536 % regional erzeugtem Strom. Von der regionalen Erzeugung entfielen in dieser Momentaufnahme 82 % auf Photovoltaik, 1.272 kWh auf Windkraft und 944 kWh auf Biomasse.

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Quellen (Auszug): Projektkurzbeschreibung Windpark Altenhausen · Informationen zu kommunaler Beteiligung und Energieplanung · öffentliche Verfahrensunterlagen · EnergieMonitor der Verbandsgemeinde Flechtingen (Avacon).